Geschichte in Liedern

Zeitreisen durch die deutsche Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts

Bundeslied - alle Räder stehen still

 

1. Mann der Arbeit, aufgewacht, und erkenne deine Macht!

Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will!

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2. Doch du ackerst, und du säst, und du nietest, und du nähst.

Und du hämmerst, und du spinnst, sag, o Volk, was du gewinnst?

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3. Wirkst am Webstuhl Tag und Nacht, schürfst im Erz- und Kohlenschacht,

füllst des Überflusses Horn, füllst es hoch mit Wein und Korn.

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4. Doch wo ist dein Mahl bereit? Doch wo ist dein Feierkleid?

Doch wo ist dein warmer Herd? Doch wo ist dein scharfes Schwert?

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5. Alles ist dein Werk, o sprich, alles, aber nichts für dich!

Und von allem nur allein, die du schmiedst, die Kette, dein!

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6. Kette, die den Leib umstrickt, die dem Geist die Flügel knickt,

die am Fuß des Kindes schon, klirrt – o Volk, das ist dein Lohn.

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7. Doch Deiner Dränger Schar erblaßt, wenn du, müde deiner Last,

in die Ecke lehnst den Pflug, wenn du rufst: Es ist genug!

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8. Drum brecht das Doppeljoch entzwei! Brecht die Not des Sklaverei!

Brecht die Sklaverei der Not! Brot ist Freiheit, Freiheit Brot!

Georg Herwegh 1863

 

Nach mehrmaligem Bitten und Drängen Ferdinand Lasalles, Präsident des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins, schreibt Georg Herwegh diese Hymne, welche das Anliegen des Vereins zum Ausdruck bringt.