Geschichte in Liedern

Zeitreisen durch die deutsche Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts

Der große Traum von Freiheit!

eine musikalische Zeitreise durch zwei Jahrhunderte deutscher Geschichte

Bei der inhaltlichen Auseinandersetzung mit historischen Liedern ist mir der Begriff der "Freiheit" auffällig oft begegnet und dabei auch in Liedern, in denen ich es nicht erwartet hätte. Dann wurde schnell deutlich, dass der Begriff je nach Kontext etwas sehr Unterschiedliches meint.

Aus dieser Spannung und Widersprüchlichkeit heraus habe ich dieses Programm zusammengestellt, das Lieder aus dem 19. und 20. Jahrhundert aufgreift, den Schwerpunkt dabei auf das 20. Jahrhundert legt.

Die Zeitreise beginnt im frühen 19. Jahrhundert in den Phasen der napoleonischen Herrschaft und des deutschen Vormärzes: zu dieser Zeit bedeutet Freiheit vor allem die Durchsetzung der nationalen Einheit gegen Napoleon und danach gegen die deutschen Fürsten.

Dieses Ziel des Nationalstaates wird jedoch erst mit dem Kaiserreich erreicht und spätestens durch das Weltmachtstreben wieder gefährdet. Deshalb verbindet sich schon in der Weimarer Republik und noch mehr in der Zeit des Nationalsozialismus der Begriff Freiheit mit dem Gedanken, unabhängig von den Siegermächten des 1. Weltkrieges und den Bestimmungen des Versailler Vertrages für Deutschlands Zukunft eintreten zu können. Heute ist die Verwendung des Begriffes "Freiheit" in den Liedern des Nationalsozialismus aufgrund der Schrecken des 2. Weltkrieges nicht mehr nachvollziehbar.

Nach dem Weltkrieg führt die musikalische Zeitreise durch ein geteiltes Land: zuerst geht es in die DDR. Freiheit wird zunächst vor allem mit Frieden gleichgesetzt, dann aber auch zunehmend mit der Verpflichtung, den Staat zu schützen. So wird sogar der "Antifaschistische Schutzwall" (also die Mauer) als Symnbol der Freiheit gedeutet.

Die Lieder der jungen Bundesrepublik verstehen unter Freiheit das Streben der Menschen nach Frieden und Wohlstand. Gegner dieser Freiheit sind die Schatten der Vergangenheit und die daraus resultierende eigene Machtlosigkeit an einer Konfliktlinie des Kalten Krieges.

Die Zeitreise endet schließlich mit dem Prozess von Mauerfall und Wiedervereinigung.