Geschichte in Liedern

Zeitreisen durch die deutsche Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts

Der kleine Trompeter

 

Von all’ unsern Kameraden war keiner so lieb und so gut,

wie unser kleiner Trompeter, ein lustig Rotgardistenblut.

wie unser kleiner Trompeter, ein lustig Rotgardistenblut.

Wir saßen so fröhlich beisammen in einer so stürmischen Nacht,

mit seinen Freiheitsliedern hat er uns so fröhlich gemacht.

mit seinen Freiheitsliedern hat er uns so fröhlich gemacht.

 

Da kam eine feindliche Kugel bei einem so fröhlichen Spiel,

mit einem so seligen Lächeln unser kleiner Trompeter, er fiel.

mit einem so seligen Lächeln unser kleiner Trompeter, er fiel.


Da nahmen wir Hacke und Spaten und gruben ihm morgens ein Grab.

Und die ihn am liebsten hatten, die senkten ihn stille hinab.

Und die ihn am liebsten hatten, die senkten ihn stille hinab.


Schlaf wohl, du kleiner Trompeter, wir waren dir alle so gut.

Schlaf wohl du kleiner Trompeter, du lustig Rotgardistenblut.

Schlaf wohl du kleiner Trompeter, du lustig Rotgardistenblut.


Da erhoben wir drohend die Fäuste: wir sind zur Rache bereit!

Wir werden nicht ruhen, nicht rasten, bis die Welt ist von Euch befreit!

Wir werden nicht ruhen, nicht rasten, bis die Welt ist von Euch befreit!

unbekannt, 1925

 

Das Lied entwickelte sich aus seinem Ursprung im Ersten Weltkrieg zu einem der beliebtesten Lieder der DDR.

1925 wurde bei einer KPD-Kundgebung mit Ernst Thälmann der Trompeter Fritz Weineck von einem Polizisten erschossen. Durch Hinzufügen der letzten Strophe entstand nun ein kommunistisches Kampflied.