Geschichte in Liedern

Zeitreisen durch die deutsche Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts

Deutsch bleibt ihr immerdar

 

Es zogen deutsche Männer dort in ein fernes Land

hier pflanzten sie das Banner auf an dem Meeresstrand

und weiter ging ihr Streben vom edlen Drang beseelt

für deutsche Kraft und Leben erschlossen sie die Welt

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In Kamerun, dem heißen, da ward es gar nicht leicht

mit einer Hand voll Weißen ward doch das Ziel erreicht.

Auch Togo ließ sich beugen wohl unter deutsche Macht

was beide heut noch bezeugen in ihrer Tropenpracht

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Ostafrika so freundlich ladest du uns jetzt ein

einst kämpfte man dort heftig beim hellen Feuerschein

nun haben deutsches Walten, Geduld und großer Fleiß

dir deine Macht erhalten, Ruh ist der Mühe preis

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Mit wilden Felsgebilden grüßest Südwest uns du

auf blutigen Gefilden fand mancher Deutsche Ruh

im heißen Kampfe rangen hier deutsche Helden schwer

Neu-Deutschland zu erlangen weit überm Weltenmeer

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Vom Meere rings umgeben die Südseeinseln find

sie bergen reges Leben als treues deutsches Kind

mit Freuden gab uns China das schöne Kiautschau

nun tönt das deutsche Hurra soweit der Himmel blau

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Ob schwer ihr ward errungen ihr deutschen Kolonien

für unsre braven Jungen wolln wir euch doch erziehn

dem deutschen Reich zur Ehre zum Segen seid ihr da ob uns auch trennen Meere, deutsch bleibt ihr immerdar

Johann Ferdinand Mohr nach 1904

 

Das Lied von Ferdinand Johann Mohr besingt in den Strophen 2-4 die einzelnen deutschen Kolonien. Dabei wird auf den Widerstand der einheimischen Bevölkerung und das Durchsetzen der deutschen Truppen mehrfach hingewiesen. Die erste und letzte Strophe begründet die deutsche Kolonialtätigkeit als zivilisatorische Leistung zur Ehre Deutschlands.