Geschichte in Liedern

Zeitreisen durch die deutsche Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts

Gott segne unsre Republik

 

Gott segne unsre Republik, die Republik der Franken
und lass sie keinen Augenblick, auf ihrem Felsen wanken
wo ihr Felsen ruht, tobt der Feinde Flut
aber unversehrt das hohe Haupt verklärt
bescheint sie alle Lande

Die Wahrheit und des Volkes Kraft soll ihren Grund beschützen
wenn Eigennutz und Lüge schafft zu brechen ihre Stützen
An der Pforte dräut die Gerechtigkeit
wer sich zum Verrat der hohen Pforte naht
der ist des gähen Todes

Verschwörung schläft im Hinterhalt: Vergebens! denn wir wachen
Komm, Fürstentrutz und Heergewalt, wir können wohl dein Lachen
Erd und Himmel bricht Gottes Willen nicht
Gottes Will und Rat befestigt unsern Staat
drum zittern seine Feinde

Das Reich soll nimmer untergehen, denn die Bedränger sterben
Der Franken Freistaat soll bestehen, die Feinde schlägt Verderben
Töne Ruhmgesang unter Waffenklang
Töne Feldgeschrei, es sterbe Tyrannei
Die Republik soll leben

August Lamey 1795

 

Nach der Melodie von "Eine feste Burg ist unser Gott" (Martin Luther) kennzeichnet August Lamey den republikanischen Einfluss Frankreichs auf die linksrheinischen Gebiete als gottgewollt.