Geschichte in Liedern

Zeitreisen durch die deutsche Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts

Leb wohl du teures Land (Hoch Polonia)

 

Leb wohl du teures Land, das mich geboren

 Die Ehre ruft mich wieder fern von hier

Doch auch die süße Hoffnung ist verloren

die ich gehegt, zu ruhen einst in dir

 

Nur Übermacht konnt unsern Fall erzwingen

wir weichen nur der überlegnen Zahl

vielleicht mit Gott erhebt noch seine Schwingen

der weiße Adler hoch im Sonnenstrahl

 

Viel Tausend unsrer tapfren Waffenbrüder

vergossen froh ihr Blut fürs Vaterland

was da geschah, kein Herrscherfuß tritts nieder

und wenn auch wir vom Vaterland verbannt

 

wir standen fest und mit vereintem Bunde

die ganze Welt mit Staunen auf uns sah

und laut ertönts aus aller Völker Munde

wenn auch besiegt, doch hoch Polonia

unbekannt 1815/ 1832

 

Nach dem französischen Lied "Adieu Francais, adieu France chérie" von napoleonischen Veteranen, die nach der Herrschaft der 100 Tage Frankreich verlassen mussten. Ähnlich erging es nach dem gescheiterten Novemberaufstand vielen Polen, daher wurde das Lied auf ihre Situation übertragen.