Geschichte in Liedern

Zeitreisen durch die deutsche Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts

Ich bin ein Bub´ aus Kamerun

 

Ich bin ein Bub' aus Kamerun,

der deutschen Kolonie!

Fürst Bismarck hatte viel zu tun,

bis er erworben sie.

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Der Kaiser baute Schulen bald;

die Freude drob ist groß;

Denn lernen will hier jung und alt

und kräftig geht's jetzt los!

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Ob wir auch schwarz, wir fühlen warm:

Der Kaiser ist uns gut!

Drum weihen wir ihm Herz und Arm

und unser heißes Blut!

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Herr Wilhelm, Kaiser zu Berlin,

bist unserm Herzen nah!

Dein Glück mög' leuchten, wachsen, blühn!

Hurrah, Viktoria!

Emil Sembritzki 1898

 

Aus der Perspektive eines Kameruner Jungen verfasst der Koloniallehrer Emil Sembritzki ein Loblied auf das deutsche Kolonialwesen und auf Kaiser Wilhelm II. Für die zivilisatorischen Leistungen der Kolonialisierung wird beispielhaft der Schulenbau hervorgehoben, welcher auf dankbare und lernbegierige Einwohner trifft. Durch diese Begebenheit wird folgend ein herzliches Verhältnis zwischen Kaiser und einheimischer Kolonialbevölkerung begründet.