Geschichte in Liedern

Zeitreisen durch die deutsche Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts

Kein schöner Land in dieser Zeit

 

Kein schöner Land in dieser Zeit,
als hier das unsre weit und breit,
wo wir uns finden
wohl unter Linden
zur Abendzeit, Abendzeit.

Da haben wir so manche Stund'
gesessen wohl in froher Rund'
und taten singen;
die Lieder klingen
im Eichengrund.

Daß wir uns hier in diesem Tal
noch treffen so viel hundertmal,
Gott mag es schenken,
Gott mag es lenken,
er hat die Gnad'.

Nun, Brüder, eine gute Nacht,
der Herr im hohen Himmel wacht!
In seiner Güten
uns zu behüten
ist er bedacht.

Ihr Brüder wißt, was uns vereint,
eine andre Sonne hell uns scheint;
in ihr wir leben,
zu ihr wir streben
als die Gemeind'.

Zuccalmaglio, vor 1840

 

Als Beispiel für das unpolitische Lied in der Zeit des Biedermeier nach 1815 dient das volkstümliche Lied von Zuccalmaglio. Freundschaft und Naturverbundenheit sind die Werte des Liedes, das sich zu einem zeitlosen Lied der Volksmusik entwickelt hat.

Indirekt kann das Lied als Ausdruck von Heimatverbundenheit und Nationalismus gesehen werden.