Geschichte in Liedern

Zeitreisen durch die deutsche Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts

Wir wollen unsern alten Kaiser Wilhelm wiederhaben



Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben
Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben
Aber den mit dem Bart, mit dem langen Bart
Aber den mit dem Bart, mit dem langen Bart

So schwärmten unsere Eltern von der guten alten Zeit
Sie liegt so fern und weit, die alte Kaiserzeit
Doch war sie wirklich besser, diese gute alte Zeit
Als einst der Opapa die Omama hat wohl gefreit

Mein Opa schwörte Stein und Bein, dass noch vor hundert Jahren
Der Rheine noch so gar, die Luft durchsichtig war
Und Oma sagte ohne Scherz, dass sie als junge Dirn
Noch aus der Elbe trinken konnte, ohne krank zu wer'n

Ja, mit Jagdgesang und mit Hörnerklang
Rings um Fehrbellin durch die Wälder ziehn
Ja, mit Jagdgesang und mit Hörnerklang
Ritt die Omama mit dem Opapa
Doch sie hielten an und küssten sich
Sonst wärn wir heut nicht da

Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben
Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben
Aber den mit dem Bart, mit dem langen Bart
Aber den mit dem Bart, mit dem langen Bart

unbekannt

 

Zur Melodie des Fehrbelliner Reitermarsches von R. Henrion aus dem Jahr  1893 entstand zu einem unbekannten Zeitpunkt der Text, der die Kaiserzeit als die "gute, alte Zeit" bezeichnet, diese Aussage aber auch selbst in Frage stellt. Der Bezug des Liedes ist Kaiser Wilhelm I. ("der mit dem Bart"), es erfreute sich in der Zeit der Weimarer Republik großer Beliebtheit.